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Ich habe als Provendi angefangen. Klang gut. Klang professionell. Klang nach... nichts.
Es war generisch. Gefällig, aber generisch. Der Name sagte nichts über mich. Nichts über die Art, wie ich arbeite. Es war ein Name, den jede Beratungsfirma haben könnte.
Also habe ich mit meinem Freund von Aryxe geredet. Und ich bin hier offen: Ich habe das Branding nicht selbst gemacht. Das Logo nicht, die Farben nicht, den Look auch nicht. Die Website nicht. Sie haben es gemacht.
Und ich bin froh darüber.
Aber es war kein einfacher Prozess. Weil ich, wie die meisten, dachte, ich wüsste, was gut aussieht. Es steht ja niemand am Morgen auf und sagt in den Spiegel „ich habe keinen Geschmack und keine Ahnung“. Jeder denkt er hätte von allem eine Ahnung. Vor allem bei Mode, Stil, Aussehen, Kleidern, Autos, Design. Stimmt, oder?
"Benutze deinen Namen"
Das Erste, was sie mir sagten: "Es geht um René Albert. Es ist persönlich. Besonders deine Art von Beratung ist persönlich."
Ich war skeptisch. Mein Name? Als Marke?
Aber sie hatten Recht. Provendi war austauschbar. René Albert ist spezifisch. Es ist ich. Und Leute kaufen nicht von Firmen. Sie kaufen von Menschen.
Also: Okay. René Albert.
"Wir benutzen deinen Kopf als Logo"
Dann kam der Teil, wo ich wirklich skeptisch wurde.
"Wir wollen deinen Kopf als Logo verwenden. Nicht ein generisches Logo ohne Bedeutung. Sondern dich."
Meinen Kopf? Meine Glatze? Bin ich denn so hübsch?
Ich war sehr, sehr skeptisch.
Sie zeigten mir Versionen. Mein kahler Kopf. Ernstes Gesicht. Ich war immer noch skeptisch.
Aber dann erklärten sie mir: "Das ist kein Ego-Trip. Das ist Strategie. Leute erinnern sich an Gesichter. Nicht an abstrakte Formen. Und dein Business ist persönlich. Also sollte dein Logo es auch sein."
Ich verstand es. Aber mögen? Noch nicht.
Die Farben gefielen mir
Die Farben gefielen mir viel mehr. Sommerfarben. Mein Ding. Blau, Lime, ein orangiges Pfirsich. Ich mochte es. Wie ein Sommer in Sizilien oder auf Kreta wo ich in den Ferien war.
Das fühlte sich richtig an. Nicht steril. Nicht Corporate. Lebendig.
Die Website gefielte mir auch. Obwohl meine neue fast fertig ist, mit Updates. Und sie sieht etwas brutaler aus. Von den gleichen Typen gemacht.
Aber der Punkt ist: Ich hätte das nicht selbst gemacht. Ich hätte es nicht so gemacht.
Und das ist genau der Punkt. Warum ich es nicht selbst gemacht habe. Ich bin nicht dumm, stelle ich mir wenigstens vor. Ich habe Augen. Ich sehe jeden Tag Design.
Aber ich bin auch nicht Designer.
Ich weiss, was mir gefällt. Aber ich weiss nicht, was funktioniert.
Und das ist der Unterschied, den die meisten nicht verstehen.
Design ist nicht Geschmack. Design ist Strategie.
Aryxe hat mich nicht gefragt: "Was gefällt dir?"
Sie haben gefragt:
• Wer ist deine Zielgruppe?
• Was sollen sie über dich denken?
• Was unterscheidet dich von anderen?
• Was sollen sie fühlen, wenn sie deine Website sehen?
Das sind strategische Fragen. Nicht ästhetische.
Und die Antworten darauf führen zu Design-Entscheidungen, die funktionieren. Nicht nur schön sind.
Was ich gelernt habe (und warum du es auch lernen solltest)
Hier ist, was ich durch diesen Prozess gelernt habe:
Du bist befangen
Natürlich denkst du, dein Logo sieht gut aus. Es ist deins.
Aber "gut aussehen" für dich bedeutet nicht "funktioniert" für deine Kunden.
Du bist emotional involviert. Du weisst, was du sagen willst. Du siehst, was du meinst.
Aber deine Kunden? Die sehen nur, was da ist.
Und wenn da Chaos ist – sehen sie Chaos.
Profis denken anders
Ich hätte nie meinen Kopf als Logo gewählt. Zu persönlich. Zu... ich.
Aber sie hatten Recht. Es ist persönlich. Und genau das unterscheidet mich.
Profis denken nicht: "Was sieht hübsch aus?"
Sie denken: "Was kommuniziert die richtige Botschaft?"
Das ist der Unterschied.
Design kostet nicht. Schlechtes Design kostet.
Ja, ich habe für das Branding bezahlt. Für die Website. Für das Logo. Nicht soviel wie ein Auto, aber mehr als in die Ferien gehen.
Aber weisst du, was teurer gewesen wäre? Eine generische Website. Ein austauschbares Logo. Eine Marke, die niemand erkennt.
Design ist keine Ausgabe. Es ist eine Investition.
Und schlechtes Design? Das ist die teure Option. Weil du Kunden verlierst. Weil du Vertrauen verlierst. Weil du in der Masse untergehst.
Warum die meisten denken, sie können es selbst
Hier ist das Problem: Design sieht einfach aus.
Du siehst ein gutes Logo. Eine schöne Website. Einen klaren Flyer.
Und du denkst: "Das kann ich auch."
Aber was du nicht siehst:
• Die 20 Versionen, die nicht funktioniert haben
• Die strategischen Entscheidungen hinter jeder Farbe, jeder Schrift
• Die technischen Details (Lesbarkeit, Kontrast, Skalierbarkeit)
• Die Konsistenz über alle Medien hinweg
Du siehst das Resultat. Nicht den Prozess.
Und dann machst du es selbst. Und es sieht... okay aus. Für dich.
Aber für alle anderen? Amateurhaft.
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1. Zu viele Elemente
Ich hätte wahrscheinlich versucht, alles reinzupacken. Mein Name, ein Symbol, vielleicht eine Tagline, Farben, Formen...
Profis wissen: Weniger ist mehr.
Mein Logo ist mein Kopf. Fertig. Klar. Erkennbar.
2. Inkonsistenz
Ich hätte wahrscheinlich das Logo auf eine Art gemacht, die Website anders, die Visitenkarten wieder anders.
Profis bauen Systeme. Alles ist konsistent. Logo, Farben, Schriften, Ton.
Das ist, was eine Marke ausmacht.
3. Persönlicher Geschmack über Funktion
Ich mag bestimmte Schriftarten. Bestimmte Farben.
Aber die Frage ist nicht: "Was mag ich?"
Die Frage ist: "Was funktioniert für meine Zielgruppe?"
Das sind zwei komplett verschiedene Dinge.
Was schlechtes Design dich kostet
Lass uns konkret werden. Schlechtes Design kostet dich:
Verlorene Kunden
Leute entscheiden in Sekunden, ob sie dir vertrauen. Und ein grosser Teil davon ist: Wie siehst du aus?
Schlechtes Logo? "Die sind nicht professionell." Billige Website? "Die sind nicht seriös." Schlecht gestalteter Flyer? "Die verstehen ihr Handwerk nicht."
Das ist nicht fair. Aber es ist real.
Verlorenes Vertrauen
Du kannst das beste Produkt haben. Den besten Service. Die besten Preise.
Aber wenn deine Website aussieht, als hätte sie dein Cousin in zwei Stunden gemacht – glaubt dir niemand.
Design ist Vertrauen. Schlechtes Design signalisiert: "Wir nehmen das nicht ernst."
Verlorene Chancen
Ein Investor schaut auf deine Website. Ein Partner checkt deine Marke. Ein Kunde vergleicht dich mit der Konkurrenz.
Und deine Konkurrenz? Die hat in Design investiert. Die sieht professionell aus.
Du nicht.
Rate mal, wer den Deal bekommt.
"Aber ich habe kein Budget für Design"
Das höre ich oft. Und hier ist meine Antwort:
Du hast kein Budget, KEIN Design zu haben.
Schlechtes Design ist nicht günstiger als gutes Design. Es ist teurer.
Ein gutes Logo kostet vielleicht 2'000-5'000 Franken. Eine professionelle Website vielleicht 10'000-20'000.
Klingt nach viel?
Aber wie viele Kunden musst du verlieren, bevor das teurer ist?
Ein einziger verlorener Kunde, weil deine Website unprofessionell aussieht, kann mehr kosten als die ganze Website.
Wann du DIY machen kannst (und wann nicht)
Ich sage nicht, dass du nie selbst etwas machen sollst.
DIY ist okay für:
• Interne Dokumente
• Schnelle Mockups
• Brainstorming
• Prototypen
DIY ist NICHT okay für:
• Dein Logo
• Deine Website
• Deine Visitenkarten
• Alles, das Kunden sehen
Denn das ist deine Marke. Und deine Marke ist nicht der Ort, um zu sparen. Du bist nicht der Schönste (und ich auch nicht).
Hier ist die harte Wahrheit: Du bist nicht objektiv, wenn es um dein eigenes Business geht.
Ich auch nicht.
Ich fand Provendi gut. Ich war skeptisch über meinen Kopf als Logo. Ich hätte wahrscheinlich etwas "Sicheres" gemacht. Irgendein Logo. Und seien wir mal ehrlich. Die meisten Firmen haben eben irgendein Logo.
Und es wäre generisch gewesen. Austauschbar. Vergessbar.
Aber ich habe Profis gefragt. Ich habe zugehört. Ich habe ihnen vertraut.
Und das Resultat? Eine Marke, die funktioniert. Die erkennbar ist. Die zu mir passt.
Nicht weil ich es selbst gemacht habe. Sondern weil ich es nicht selbst gemacht habe.
Also: Überlasse Design den Profis
Du bist gut in dem, was du tust. Verkauf. Strategie. Dein Handwerk.
Aber Design? Das ist ein anderes Handwerk.
Und genau wie du nicht willst, dass jemand ohne Erfahrung deine Arbeit macht – solltest du auch nicht die Arbeit von Designern machen.
Profis sind nicht teuer. Schlechtes Design ist teuer.
Also: Überlasse Design den Profis. Und konzentriere dich auf das, was du kannst.
Ich habe es getan. Und ich bin froh darüber.
Du solltest es auch tun.
Und jetzt kriege ich Komplimente für mein Logo, die ganze Zeit. Jetzt finden es alle geil. Ich wäre aber am Anfang nicht darauf gekommen.